Geschichte und Philosophie der Tibetischen Medizin

 

Geschichte der Tibetischen Medizin
Die medizinisch-philosophischen Grundlagen
Das Wissen vom Heilen

Geschichte der Tibetischen Medizin

Die Tibetische Medizin hat ihre Hauptwurzeln im Lande selbst und in der uralten Erfahrung und Geschicklichkeit des tibetischen Volkes, das seit jeher in enger Verbindung zur Natur gelebt hat und zu seinem Überleben in großer Höhe stets auf eigene Ressourcen angewiesen war. Im Laufe der letzten zweitausend Jahre hat aber auch die medizinische Weisheit anderer Länder und Zivilisationen Eingang in das einheimische System gefunden - entweder wurden neue Einsichten direkt und beabsichtigt übernommen oder durch natürliche gegenseitige Befruchtung der Kulturen über Jahrhunderte hinweg allmählich assimiliert. Nachfolgend einige wichtige Stationen

Seit Jahrtausenden entwickelt sich in Tibet eine medizinische Überlieferung, die als Bön-Tradition bekannt ist.

5./6. Jh. v. Chr. Bön-Lehrer Shenrab, in Westtibet geboren, verbreitet die Bön-Medizin in Tibet. Buddha Shakyamuni lehrt in Indien in Gestalt des Meisters der Medizinen "die geheime mündliche Unterweisung über die acht Zweige der Wissenschaft von der Medizin".

127 v. Chr. flieht Nyatri Tsenpo, ein indischer Fürst, nach verlorener Schlacht in den Himalaja und wird 1. König Tibets.

5. Jh. Lha-Tho-Thori Nyentsen ist der 27. König Tibets. Wichtige Schriften der indischen Medizin werden mündlich ins Tibetische übertragen.

7. Jh. König Songtsen Gampo, 615-649, 32. König Tibets, führt den Buddhismus als Staatsreligion ein und läßt die tibetische Schrift entwickeln. Beginn der schriftlich fixierten Geschichte Tibets. Erfahrungen verschiedener Traditionen aus Indien, China und Persien werden in Tibet zusammengetragen.

8. Jh. Etwa 742-798. König Trisong Detsen, 37. König Tibets, leitet die zweite grosse Welle von Übersetzungen ein. Eine grosse Konferenz über Medizin wird in der Provinz Tsang abgehalten. Teilnehmer: neun tibetische Ärzte und neun Ärzte aus angrenzenden Regionen: Indien, China, Mongolei, Afghanistan, Kaschmir, Persien, Dolpo, Nepal. Der grosse Arzt und Heilige Yuthong Yonten Gonpo der Ältere (708-833) trägt die Erfahrungen dieser Konferenz zusammen. Er verbreitet die Medizin in ganz Tibet. Von Yuthong Yonten Gonpo ist eine Biographie erhalten, die zur Zeit des 5. Dalai Lama (1617-1862) gedruckt wurde, aus der Familie des grossen Arztes stammen soll und damit sehr viel älteren Datums sein muß. Yuthok gilt als die Inkarnation des Medizinbuddha.

9. Jh. Der grosse Tantriker Padmansambhava, Abt im ersten tibetischen Kloster Samye (bSam-yas), versteckt im Jahre 883 die Medizinschriften zusammen mit anderen religiösen Schriften, weil die Zeit noch nicht reif sei, sie zu verstehen.

11. Jh. Drapanngonshe (Grva-pa mNgon-shes) entdeckt 1083 die Medizinschriften im Kloster Samye.

12. Jh. Yuthog Yonten Gonpo der Jüngere (etwa 1126-1202), die 14. Inkarnation, systematisiert und erweitert die Medizinschriften und passt sie den örtlichen Verhältnissen in Tibet an. Er adaptiert die Pulsdiagnose, die zusammen mit der Astrologie von den Chinesen übernommen wurde, an die ursprünglich ayurvedische, indische Dreisäftelehre. Yuthog verfasst das Grundlehrbuch der Tibetischen Medizin Gyüschi, auch Vier Tantras genannt. Es besteht aus 156 Kapiteln. Darin werden 1600 Krankheiten klassifiziert und 2993 Heilmittelzutaten erklärt. Die erste Übersetzung des Gyüschi aus dem Sanskrit wurde nach der offiziellen tibetischen Darstellung von dem berühmten Übersetzer Vairocana vorgenommen. Er war ein Schüler des tantrischen Meisters Padmansambhava. Die Frage nach der zukünftigen Entwicklung werden 18 Kapitel gewidmet: Es würden sich Veränderungen ergeben in der Gesellschaft, in der Umwelt, der Lebens- und Denkweise der Menschen. Die zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen würden einerseits auf verschiedenen Gebieten einen Fortschritt bringen, und die Menschen würden mehr Wohl und Komfort schaffen, aber andererseits auch neue Probleme. Es würden neue Substanzen hergestellt werden, die giftiger Natur seien. Damit sei das Auftreten neuer Krankheiten verbunden. Die Medizin müsse darauf eine Antwort haben und darauf eingehen.

Tibet taucht erst im 7. Jahrhundert aus dem Dunkel der Geschichte auf, um sich zu einem Staat zu formieren. Über die Jahrhunderte zuvor ist wenig Verlässliches bekannt. Der erste König Tibets soll ein indischer Prinz gewesen sein, der um 127 v. Chr. nach einer verlorenen Schlacht sein Heil auf den Hochebenen jenseits der Schneeberge suchte. Der 32. König Tibets war Song Tsen Gampo (617-649). Er hat das erste und letzte tibetische Großreich gegründet, das sich von den Grenzen Chinas bis zum Hindukusch, dem heutigen Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan und von den Oasen des Tarimbeckens im Norden - der Seidenstraße - bis zum Südhang des Himalaja erstreckte.

In dieser Zeit kommt Tibet erstmals in enge kulturelle und wirtschaftliche Verbindung mit seinen Nachbarn. Die Seidenstraße spielte dabei eine wichtige vermittelnde Rolle: Sie führte von China durch das Tarimbecken über Turkistan, das nördliche Afghanistan und Südrußland bis zum heutigen Rumänien und fand über eine südliche Route über Persien und Mesopotamien (Irak) den Anschluß an das Mittelmeer. Die ersten verlässlichen Berichte über die indische Medizin jener Zeit stammen von dem griechischen Historiker Megastenes, der um 300 v. Chr. griechischer Botschafter am Hofe der Maurya-Könige im heutigen Patna war.

Im Tarimbecken in Ostturkistan blühte eine buddhistische Kultur vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts n. Chr., die sich von Nordindien aus, den uralten Handelsstraßen folgend, über Zentralasien bis nach Korea und Japan ausbreitete. Aber auch die islamischen Perser im Westen, die asiatischen Steppenvölker im Norden und natürlich die Han-Chinesen und die Tibeter hinterließen hier ihre Spuren. Die Tibeter konnten im 7. Jahrhundert an diesem Kreuzungsweg der Kulturen die großen traditionellen Medizinlehren der damals bekannten Welt kennen und nutzen lernen. Die erste Staatsgründung in Tibet fällt nicht nur mit dem Höhepunkt der Ausbreitung des Mahayana-Buddhismus zusammen, sondern auch mit der Reifezeit der islamischen, der indischen und der chinesischen Medizin.

König Song Tsen Gampo hatte zwei Frauen, eine chinesische und eine nepalische Prinzessin, die beide Anhänger des Buddhismus waren und den König zu dieser Religion bekehrten. In seiner Regierungszeit wurde erstmals eine tibetische Schrift entwickelt.

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Die medizinisch-philosophischen Grundlagen

Die Vier Edle Wahrheiten und die Lehren Buddhas

Ein zentrales Axiom des Buddhismus ist die Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten: Alles Leben ist leidvoll. Die Ursache des Leidens ist unwissenendes Begehren. Die Aufhebung des Leidens kann erreicht werden durch das beschreiten des Edlen Achtfachen Pfades. Dieser Pfad manifestiert sich in der rechten Anschauung, der rechten Gesinnung, dem rechten Reden, dem rechten Handeln, der rechten Lebensführung, dem rechten Streben, dem rechten Aufmerken und der rechten Versenkung.

Somit eröffnen die Vier Edlen Wahrheiten die Erkenntnis, daß Leiden ein Teil unseres Wesens und durch unsere eigene innere Haltung mitbedingt ist, weil uns die Illusion einer unveränderlichen Ichheit den Blick auf die Wirklichkeit verstellt. Das führt zum Haften an der Sinnenwelt und damit zu immer neuen Wiedergeburten.

Die traditionelle Tibetische Medizin ist seit ihren historisch belegten Anfängen im 7. Jhdt. bis heute weitgehend unbeeinflußt von westlichen Medizinströmungen geblieben. Die Philosophie der Tibetischen Medizin ist einzigartig und unterscheidet sich von allen anderen Medizinlehren dieser Erde. Allenfalls Systemähnlichkeiten finden sich mit der Medizintradition der Hopi-Indianer Nordamerikas.

Nach der Lehre des historischen Buddha ist das menschliche Leben vom Leiden geprägt. Dessen Wurzeln sind die "Drei Gifte":

Die Begierde nach der Erfüllung des Lebensdurstes, der Widerwille oder Haß gegen alle Hindernisse, die dieser Erfüllung entgegenstehen, und die Verblendung, die sich als Ich-Wahn manifestiert.

Die Illusion einer unveränderlichen Ichheit verstellt den Blick auf die Wirklichkeit, führt zum Anhaften an der Sinneswelt und damit zu immer neuen Wiedergeburten. Diese als Unwissenheit bezeichnete Geistesverfassung bedingt körperliches und seelisches Leiden, das somit immer aus unserer eigenen Wesenheit kommt.

Aus dem Buddhismus in seiner tibetischen, d.h. tantrischen Form stammt vor allem die Lehre vom feinstofflichen Körper, der aus gesammelter kosmischer Energie besteht und nur in der Meditation erfahrbar wird. Die Behandlung von Blockaden im Fluß der Energie spielt in der tibetischen Psychiatrie eine erhebliche Rolle, tangiert aber weniger den praktischen Arzt. Im Praxisalltag werden dagegen Rezitationen von Gebeten, aber auch Visualisationstechniken, relativ häufig benutzt, um die Wirkung der therapeutischen Maßnahmen zu verstärken. Die Astrologie ist Teil der Ausbildung der Medizinstudenten und unentbehrlich bei der Vorherbestimmung günstiger Tage für das Sammeln der Heilpflanzen oder für besonders wichtige Behandlungen (z. B. mit Juwelenpillen). Man mag dies alles als magische, schamanistische Praktiken aus vorwissenschaftlicher Zeit abtun, übersieht aber dabei, daß die Tibetische Medizin eine Schulmedizin mit Universitätscharakter darstellt, als Erweiterung jedoch zu unserer allopathischen Medizin eine starke Einbindung religionsphilosophischer Gedanken beinhaltet.

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Das Wissen vom Heilen vom Dach der Welt

Die drei Prinzipienlehre

Jedem Ding wohnen drei Dinge inne, wer die Dinge richtig sieht, sagt der Tibetische Arzt, erkennt in ihnen denn auch diese 3 Prinzipien ...

  • Die biologische Vernunft
  • Die biologische Energie
  • Die tragende Substanz

Karma und Wiedergeburt

Nach buddhistischer Auffassung ist der individuelle Organismus materialisiertes Bewußtsein vergangener Daseinsmomente ...


Feinstoffliche Körper als Träger der Lebensenergie

Die subtilen Winde sind Teil des fein-stofflichen Körpers und bilden eine Art Doppelkörper mit einer eigenen "tantrischen" Anatomie. Nur der tantrische Meister hat die Fähigkeit eine klare Sicht des verborgenen Inneren des Körpers zu erkennen ...


Fünf Elemente verbinden Mensch und Kosmos

Erde, Wasser, Feuer, Wind, Äther


Gyüschi

"Unsere Medizin geht davon aus, daß die Stoffe, die man als Nahrung und Medizin einnimmt, und die Stoffe, aus denen der Körper aufgebaut ist, grundsätzlich gleicher Natur sind. Es besteht eine gegenseitige Abhängigkeit. Die Lebensfähigkeit des menschlichen Organismus hängt von der Qualität der Umwelt und der Nahrung ab."

Dr. Tenzin Choedrak, Tibetischer Arzt


Religionsphilosophischer Zusammenhang

  • die WHO beschreibt die Gesundheit als physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden
  • S.H. der XIV. Dalai Lama erweitert diese Definition: karmischer Ursprung allen Leidens

Ursache - Wirkprinzip als Zyklus von Gesundheit und Krankheit

Historischer Werdegang der Tibetischen Medizin

... die Quelle der Tibetischen Medizin ist eine Verbindung aus der:

  • ayurvedischen Tradition Indiens
  • der therapeutischen Methoden Chinas
  • des Unani-Systems der Perser

Von der Bön-Tradition zum Men-Tsee-Khang

5./6 Jh. v. Chr.: Bön-Lehrer Shenrab
7. Jh.: König Songtsen Gampo läßt die tibetische Schrift einführen - Buddhismus als Staatsreligion
8. Jh.: König Trisong Detsen - 1. Medizinkonferenz
12. Jh.: Yuthog Yonten Gonpo, Inkarnation des Medizinbuddha, Beginn der Pulsdiagnose, Gyüschi
17. Jh.: Große V. Dalai Lama, Abfassung der vier tibetischen Medizintantras, Chakpori-Medizin

1961: S.H. der XIV. Dalai Lama läßt im Exil das Institut für Tibetische Medizin und Astrologie "Men-Tsee-Khang " gründen ......


Die vier tibetischen Medizintantras

  • Das Wurzeltantra (rTsa-rgyud) - synoptische Darstellung aller medizinischen Unterrichtselemente
  • Das Tantra der Erklärung (bShad-rgyud) - allgemeine theoretische Lehre
  • Das Tantra der Instruktionen - eine klinisch orientierte, nach Krankheiten geordnete Lehre
  • Das Nachfolgende Tantra (Phyi-ma-rgyud) - Aufstellung verschiedener praktischer, diagnostischer Behandlungsmethoden

Krankheitsursachen

Krankheitsursachen sind falsche Ernährung, Verhaltensfehler, unausgeglichener Lebensstil


Die Diagnose des Tibetischen Arztes

  • Pulsdiagnose: Rückgrat der Diagnostik
  • Urindiagnose: bei unklarer Pulsdiagnostik
  • Zungendiagnose: unergiebig, ungenau
  • Ohrvenendiagnose: bei Kindern unter 8 Jahren
  • Muttermilchdiagnose: bei Säuglingen
  • Körperliche Untersuchung: nie vollständig

Grundlagen der Pulsdiagnose

  • baut auf der chinesischen Pulsdiagnose auf
  • mit drei Fingern tastet der Arzt die Arteria radialis
  • an den Pulsen erkennt man Störungen:
    • der Körperabschnitte oberhalb des Herzens,
    • der 5 vitalen Organe (Herz, Leber, Milz, Nieren)
    • der 6 Hohlorgane (Magen, Dick-Dünndarm, Milz, Blase, Galle)
    • der 3 Säfte (Wind, Galle, Schleim = Herz)
    • der 5 Elemente (Wind, Feuer, Erde, Wasser, Äther)

Die drei Gifte als Ursache menschlichen Leides

  • Begierde nach der Erfüllung des Lebensdurstes.
  • Der Widerwille oder Haß gegen alle Hindernisse, die dieser Erfüllung entgegenstehen.
  • Die Verblendung, die sich als Ich-Wahn manifestiert.

Komplexe Wirkstoffe als nutritive Einheit

  • Die überlieferten tibetischen Rezepturen gelten als komplexe Wirkstoffgefüge.
  • Jeder dieser rohbelassenen Wirkstoffgefüge entzieht sich durch seine Vielfalt der linearen Beschreibung durch die Summe der einzelnen Inhaltsstoffe.
  • Mangel an der Vielfalt von Vitalstoffen führt zur Krankheit.

    Die nutritive Ergänzung des Angebotes durch überlieferte, komplex aufgebaute Rezepturen ist die logische Konsequenz daraus.


Vielfalt der Reize als nutritives Prinzip

Durch die Verwendung ganzer Pflanzenteile werden die darin enthaltenen Substanzen in ihrem natürlichen Umfeld präsentiert. Rezepturen werden im Zusammenklang präsentiert. Das Stoffgefüge wirkt nicht spezifisch auf eine isolierte biochemische Reaktion, sondern regulierend auf einen ganzen Formenkreis im Organismus.


Prävention als erstes Gebot

  • Der Mensch trägt die Verantwortung für seine Gesundheit.
  • Die tibetischen Rezepturen können ihn dabei unterstützen.
    Durch die subtilen Reize, die vor allem über Geruch und Geschmack übertragen werden, können sie den Organismus umstimmen und auf diese Weise helfen, Risikofaktoren zu vermeiden.

Heilende Pflanzen

Heilpflanzen werden je nach Indikation weiterverarbeitet (Kräuterpillen, Infusionen und Dekokte, Schnupfmittel, Inhalationen, Klistiere, Massage-Öle, Mineralbäder, Räucherungen, etc.)

Metalle und Edelsteine

  • Alabaster: Gallen- und Nierensteinen
  • Blei: eitrigen Wunden, Vergiftungen
  • Bronze: Augenleiden, Krebs, Steinleiden
  • Eisen: Augenkrankheiten, Anämie, Vergiftungen
  • Gold: Vergiftungen, verjüngt
  • Koralle: Vergiftungen, Nervenleiden
  • Kupfer: Eiterbildung, Leberleiden
  • Lapislazuli: Lepra, Vergiftungen
  • Onyx: Epilepsie, Nervenleiden
  • Perlen: Epilepsie, Tumoren
  • Quecksilber: Krebs, Vergiftungen, verjüngt

Animalische Zusätze

  • Schlangenfleisch: Augen-Krankheiten, Tumoren, Verstopfung
  • Kuh-Gallensteine: Infektionen, Leber- Nierenleiden
  • Schlangenhaut: Hautkrankheiten
  • Kaninchenherz: Herzkrankheiten
  • Schafhirn: Schlaganfall, Windkrankheiten
  • Rhino-Horn: eitrige Erkrankungen
  • Ziegen-Horn: Frauenleiden
  • Fuchslunge: Lungenleiden
  • Seemuschel: Eiterbildung, Tumoren

Die externen Heilmethoden

  • Aderlaß: Hitze-Krankheiten, Augenleiden, Fieber
  • Akupressur: Kopfschmerzen, Schwindel
  • Akupunktur: Wind- und Schleimkrankheiten
  • Golden needle: Epilepsie, Schlaganfall, Psychose
  • Moxibustion: Wind-Schleimkrankheiten, Augenleiden, Rückenschmerzen, psychogene Leiden
  • Schröpfen: bei Rückenschmerzen

Wind-Krankheiten

Lokalisation: begünstigende Faktoren:

  • Knochen, Höheres Lebensalter (Hüfte und Gelenke)
  • Ohren, Haut, Spätsommer, Regenzeit (Gehör, Tastsinn)
  • Herz, Morgengrauen, Abend (Gefäße und Nerven)
  • Magen und Dickdarm, Windreiches Hochland

Einige Symptome von Wind-Störungen

Gliederschmerzen, Diffuse Schmerzen, Appetitlosigkeit, Geblähter Magen, Schwindel, Ohrgeräusche, Ruhelosigkeit, Zittern, Schwäche, Seufzen und Gähnen, Gedankenflucht, Angstzustände

Vom Ungleichgewicht der Säfte zur Krankheit

Saft normaler Sitz Ausbreitung der Störung

  • Wind Unterkörper durch den ganzen Körper, Kältekrankheit
  • Galle Körpermitte steigt nach oben, Hitzekrankheit
  • Schleim Oberkörper fällt nach unten, Kältekrankheit

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