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Ein Stück Tibet in meinem Herzen Ich war 5 Jahre alt als mein Vater und ich über eine wunderschöne Blumenwiese in den geliebten Kitzbühler Bergen wanderten. Plötzlich blieb er stehen und begann über ein fernes Land zu erzählen. Eines welches er nie zuvor gesehen hatte, von dem er jedoch erzählt bekommen hatte. Ein Freund von ihm, Peter Aufschneiter, war der kundige Erzähler.
Aber erst im Jahre 1997 hat mich eine Lebensfügung wieder in diesen Teil der Erde geführt. Gemeinsam mit Anni Zollet und im Auftrag meines Freundes Hugo Klingler sowie ausgestattet mit einer Einladung für seine Heiligkeit, Tirol zu besuchen, stand ich zu Ostern 1997 vor dem Haus des XIV. Dalai Lamas in Dharamsala, im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Diesen Aufenthalt nahm ich ebenfalls zum Anlaß mich einer anderen Leidenschaft hinzugeben. Meiner Liebe zur Tibetischen Medizin. Seit meiner frühesten Jugend hat mich die Pflanzenheilkunde und Biochemie geprägt. Nach einer Lehre als Drogist in Kitzbühel wurde ich Apothekenhelfer und arbeitete, unterbrochen von einem Aufenthalt in einem Tropenspital in Zentralafrika, sieben Jahre als Chemielaborant am Institut für Anorganische Analytische Chemie der Universität Innsbruck. In dieser Zeit besuchte ich das Gymnasium für Erwachsenenfortbildung, holte die Matura nach und studierte im Anschluß Mikrobiologie und Biochemie. Seit meiner Promotion im Jahre 1992 arbeite ich in der Krebsforschung am Institut für Medizinische Chemie und Biochemie, betreue zwei Projekte zur Auffindung neuer Naturstoffe zur Krebsbekämpfung und interessiere mich für andere Schulmedizinformen, vergleichende Ernährungswissenschaften und Umwelthygiene. Meine Tätigkeit als Referent, über Tibetische Medizin, hat zu einem Kontakt mit der PADMA-AG in der Schweiz geführt und gemeinsam mit diesem Unternehmen, das tibetische Heilmittel erzeugt, habe ich mit dem Aufbau eines Informationszentrums für Tibetische Medizin in Innsbruck begonnen. Im Auftrag meiner Freunde Bettina und Hugo Klingler habe ich zu Ostern 1998 eine Visitationsreise in die südindischen Settlements Hunsur/Bylakuppe angetreten. Auch auf dieser Reise war mir das Lebensglück hollt. Durch eine glückliche Fügung, Hugo hatte mich auch nach Kalimpong (West Bengalen) geschickt, lernte ich nach meiner Rückkehr aus Sikkim die Familie Tsarong kennen. In einem langen Gespräch mit Tsarong dem Älteren, er hat seinerzeit Heinrich Harrer und Peter Aufschneiter in Lhasa empfangen, hat sich für mich auf indischem Boden mein tibetischer Lebenskreis geschlossen. Die Erzählungen meines Vaters über Peter Aufschneiter, meine Bekanntschaft mit Heinrich Harrer, dieses Treffen zu Lebzeiten mit Herrn Tsarong sowie die unvergessliche Zusammenkunft mit Mutter Theresa von Kalkutta haben nachhaltig meine Liebe zu Tibet, aber auch meine menschliche Betroffenheit über das Schicksal asiatischer Völker in Not und Elend geprägt. |