Tibetische Medizin - von gestern bis heute

Eine uralte, ganzheitliche Lebensstil-Medizin
Die "drei Seinsprinzipien"
Von den Ursprüngen bis zur heutigen Zeit
Die Geschichte der tibetischen Medizin
Weiterentwicklung mit modernen Methoden
Eine Synthese zum Nutzen von Gesunden und Kranken
Tibetische Medizin in der modernen Wissenschaft
Einige Studienergebnisse zu tibetischen Vielstoffgemischen
Beispiele für weitere Unterschungen
Die praktische Bedeutung von Vielstoff-Gemischen


Eine uralte, ganzheitliche Lebensstil-Medizin

Wenn tibetische Ärzte einen Patienten untersuchen, dann greifen sie in aller Regel auf Jahrtausende alte Diagnosemethoden zurück. Ausgehend von einer ausführlichen Befragung des Patienten zu Beschwerden, Lebens- und Ernährungsgewohnheiten kommen verschiedene weitere Diagnosemethoden zur Anwendung. Tibetische Ärzte sind darin geschult, mit einer speziellen Grifftechnik insgesamt 48 Pulse zu erfühlen. Das Tastergebnis gibt ihnen Hinweise auf das Befinden des Untersuchten und erlaubt Rückschlüsse auf insgesamt 1600 in der Traditionellen Tibetischen Medizin bekannte Störungen und Krankheiten. Weiteren Aufschluss über die Ursache einer Krankheit liefern die Betrachtung des Urins, das Beschauen der Zunge und das äussere Erscheinungsbild des Patienten. Sind die "drei Seinsprinzipien" Wind, Galle und Schleim, die nach tibetischem Verständnis über die körperliche und geistige Gesundheit im Leben entscheiden , einmal nicht zufriedenstellend ausbalanciert, dann empfehlen sie zum Beispiel eine spezielle Diät, Veränderungen des Lebensstils, oder Kräuter- und Juwelenpillen.
Dr. Tenzin Choedrak, inzwischen pensionierter, langjähriger persönlicher Leibarzt von Tenzin Gyatso, S. H. dem XIV. Dalai Lama von Tibet, bringt seine medizinischen Überzeugungen so auf den Punkt: "Die Erhaltung der Gesundheit hängt im allgemeinen von einem selbst ab. Ein Patient ist ebenso für die Ursachen seiner Krankheit verantwortlich wie für seine Heilung." Vereinfacht dargestellt entspricht die tibetische Medizin zumindest teilweise den Vorstellungen der modernen Lebensstil-Medizin des Westens. Verändert sich nach der traditionellen Behandlung, die zunächst auf eine Veränderung der Ernährung und der Lebensweise abzielt, der Zustand eines Patienten nicht, werden spezielle Medikamente verordnet und eventuell auch andere therapeutische Massnahmen wie Akupunktur, Moxibution oder Massage durchgeführt.

Die verwendeten Medikamente sind in aller Regel Vielstoffgemische aus pflanzlichen und mineralischen Substanzen. Dazu kommen natürlich bei dieser traditionellen östlichen Ganzheitsmedizin noch spirituelle Elemente, die tief in der Philosophie und Tradition des Buddhismus wurzeln und deshalb der westlichen Sichtweise nicht immer leicht zugänglich sind.

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Die "drei Seinsprinzipien"

Die Tibetische Medizin fusst unter anderem auf den "drei Seinsprinzipien": "rlung" (sprich: lung) mit dem Symbol Wind, (Luft ist eines der 5 Elemente!) "mkhris-pa" (sprich: tripa) mit dem Symbol Galle, und "bad-kan" (sprich:bäkän) mit dem Symbol Schleim.
Dem Prinzip "Wind" werden der Geist, das Denken und sämtliche geistigen und körperlichen Bewegungen zugeordnet. Die Windenergie ist die treibende Kraft hinter den vegetativen Funktionen Atmung, Herztätigkeit und Peristaltik. Es lässt sich mit dem Begriff "biologische Steuerung" umschreiben.
Dem Prinzip Galle entspricht das Wollen und das energetische und dynamische Wesen aller Lebensvorgänge. Beispielsweise ist die Verdauung mit Ihrer entscheidenden Rolle im Stoffwechsel des Menschen als "wärmende Kraft" diesem Prinzip zugeordnet. Der Begriff "biologische Energie " könnte als Umschreibung dieses Prinzips gelten.
Dem Prinzip Schleim entsprechen das Fühlen und die Materie. Es manifestiert sich in den körperlichen Strukturen und der Regulation der Körperflüssigkeiten. Man könnte hier von "tragender Substanz" sprechen.
Nach Auffassung der Tibetischen Medizin sind diese drei Seinsprinzipien eng miteinander verknüpft. Erst ihr Gleichgewicht sichert die Funktion der sieben "Grundgewebe" des menschlichen Organismus - Lymphe, Blut, Zeugungsflüssigkeit, Muskeln, Fettgewebe, Knochen und Knochenmark - deren geordnetes Zusammenwirken eine Voraussetzung von Leben und Gesundheit sind.

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Von den Ursprüngen bis zur heutigen Zeit

Die Tibetische Medizin geht auf das 7./8. Jahrhundert zurück, als Texte des indischen Ayurveda erstmals ins Tibetische übersetzt wurden. Sie stand auch unter dem Einfluss der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der auf die altgriechische Tradition zurückgreifenden islamischen Unani-Medizin und der lokalen Bön -Tradition.

Einer der Gründe, warum gerade die Heilkunst vom "Dach der Welt" eine besondere Zusammenschau verschiedenster Einflüsse darstellt: Im 7. Jahrhundert - der Buddhismus war über den Himalaya bis nach Tibet vorgedrungen - heiratete der 32. tibetische König Song Tsen Gampo (617 bis 649 n. Chr.) die chinesische Prinzessin Wencheng und die nepalesische Prinzessin Bhrikuti. Es begann ein reger Austausch mit Ärzten und Gelehrten aus Indien, China, der Mongolei, Nepal, Turkistan, Persien und sogar aus dem Griechenland der späten Antike. Ein Jahrhundert später findet gar ein grosser Kongress über Medizin statt. Das Ergebnis dieser 50 Jahre währenden Veranstaltung: Die Tibetische Medizin als Synthese des indischen Ayurveda, der chinesischen Heilkunde, buddhistischer Philosophie sowie Einflüssen aus dem Umfeld dieser Kulturkreise.

Jahrhunderte später, im 11. Jahrhundert, verfasste Yuthog Yonten Gonpo der Jüngere seine "Vier Bücher der Heilkunde" (Gyüshi). Er greift dabei auf umfangreiche Medizinschriften aus dem 7. und 8. Jahrhundert zurück, die unter dem Einfluss des grossen tibetischen Arztes Yuthog Yonten Gonpo dem Älteren und dem indischen Tantriker Padmasambhava entstanden. Im Gyüshi sind 1600 verschiedene Krankheiten klassifiziert und 2293 Heilmittelzutaten dargestellt. Die hochdifferenzierte Tibetische Medizin kennt rund 84.000 Störungen bei 404 Krankheitstypen, die in vier Untergruppen eingeteilt werden. Krankheiten werden nach dem unverändert gültigen traditionell-tibetischem Verständnis durch falsches Denken und Handeln (Karma), eine falsche Diät, ungünstiges Klima und einige andere Faktoren verursacht.

Im 17. Jahrhundert entwickelt sich die Tibetische Medizin zur klassischen Reife. Der V. Dalai Lama, der das in verschiedene religiöse und weltliche Gruppierungen gespaltene Tibet politisch stabilisiert, veranlasst neben dem Bau des Potala-Palastes auch die Gründung des Chakpori-Medizin-Institutes in Lhasa. Sein Regent Sangye Gyamtso, der nach dem Tod des Dalai Lama die Geschicke Tibets bestimmt, überarbeitet "Die vier Bücher der Heilkunde", die in der Zwischenzeit durch den Versuch, sie in Verse zu setzen, beträchtlichen Schaden erlitten haben, und gibt einen berühmten Kommentar mit dem Titel "Blauer Beryll" heraus. Weiterhin veranlasst er die Herstellung von 79 Gemälden, den Medizin Thangkas, die den Inhalt seines Kommentares illustrieren. Das Gyüshi, der Kommentar "Blauer Beryll" und die 79 Thangkas sind bis heute die Grundlage für die Ausbildung der tibetischen Ärzte.

Der VII. Dalai Lama gibt im 18. Jahrhundert der Ausbildung der Mediziner am Chakpori Institut feste Regeln. Weitere Medizinschulen entstehen nach diesem Vorbild in Tibet sowie Peking, der Mongolei und Burjatien. Während das "Wissen vom Heilen" über Burjatien und St. Petersburg in den Westen gelangt (s. Geschichte der PADMA AG), wird am Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem XIII. Dalai Lama in Lhasa eine neue Akademie gegründet. Dieses als Mentsikhang bezeichnete Institut ist auch Laien zugänglich und trägt damit zur weiteren Verbreitung der Tibetischen Medizin bei.

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Die Geschichte der tibetischen Medizin

Die Vertreibung aus Tibet

Im 20. Jahrhundert wurden praktisch alle buddhistischen Klöster in der Mongolei, Burjatien und Kalmückien von der sowjetischen Roten Armee zerstört und die dort aufbewahrten medizinischen Schriften verbrannt oder in die staatlichen Archive verbannt.

Im Jahr 1949 annektierte die neu ausgerufene Volksrepublik China Tibet, die traditionellen Medizinschulen werden zerstört und fast alle der rund tausend tibetischen Ärzte gefoltert oder getötet - nur wenige Heilkundige überleben. Die medizinischen Schriften, die diese Annexion unbeschadet überstanden haben, werden 1966 im Rahmen der chinesischen Kulturrevolution fast zur Gänze von den Roten Garden verbrannt. Dass diese Vorkommnisse nicht das Ende der Traditionellen Tibetischen Medizin bedeuteten, ist auf die Flucht des XIV. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, nach Indien (1959) zurückzuführen. Er gründete 1961 im indischen Dharamsala ein Lehrseminar für Tibetische Medizin, aus dem später das Tibetan Medical&Astro Institute, heute Men-Tsee-Khang, wurde. Dort wird die Tibetische Medizin, die inzwischen Anhänger in fast allen Ländern findet, noch heute gelehrt und weiter entwickelt.

Innerhalb Tibets wird in den siebziger Jahren das Mentsikhang in Lhasa wieder aufgebaut. Exiltibeter und westliche Initiatoren arbeiten mittlerweile an mehreren Projekten zum Aufbau von tibetischen Studienanstalten und Kliniken in Tibet und Nepal. So ist im Dorf Drachen nahe dem Mount Kailash, dem heiligen Berg der Tibeter, 1995 eine Medizinschule eröffnet worden. Es ist geplant, diese Studienanstalt mit etwa 40 Studentinnen und Studenten um ein Klinik zu erweitern, die die medizinische Versorgung der armen Landbevölkerung, aber auch der Touristen, sichern soll. Weitere Projekte, wie zum Beispiel die Hochschule für Traditionelle Tibetische Medizin in Kathmandu, Nepal, haben sich zum Ziel gesetzt, die Lehren der Tibetischen Medizin zu bewahren. Sie leisten einen wertvollen Beitrag, damit das "Wissen vom Heilen" auch für folgenden Generationen zur Verfügung steht.

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Weiterentwicklung mit modernen Methoden

Besonders für den Gesichtspunkt der Erforschung - auch mit Hilfe der modernen Wissenschaften des Westens - und der Weiterentwicklung der Traditionellen Tibetischen Medizin hat sich der S. H. XIV. Dalai Lama immer wieder persönlich und nachdrücklich eingesetzt. Auch auf dem "Ersten Internationalen Kongress über Tibetische Medizin", der im November 1998 in Washington D. C. stattfand, plädierte der Dalai Lama nachdrücklich für einen Brückenschlag zwischen der westlichen und der östlichen Medizin. "Unser Jahrtausende altes Medizinsystem kann heute entscheidend dazu beitragen, einen gesunden Geist und einen gesunden Körper zu erhalten. Es muss aber die Wirksamkeit unserer Heilpflanzen verstanden werden. Dazu brauchen wir rigorose Studienprogramme, denn unsere Kräutermischungen müssen einer kritischen Analyse standhalten," rief er zu einer Erforschung der traditionellen Heilmethoden vom "Dach der Welt" mit modernen wissenschaftlichen Instrumenten auf.

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Eine Synthese zum Nutzen von Gesunden und Kranken

Ziel der propagierten Bemühungen ist die Verbindung von Altem und Neuem zu einem ganzheitlichen, medizinischen Ansatz, der es Gesunden und Kranken ermöglicht von dem jeweils Besten der jeweiligen Medizinsysteme zu profitieren. Die PADMA AG hat sich dabei unter anderem das Ziel gesetzt, traditionelle tibetische Rezepturen mit modernen wissenschaftlichen Methoden zu erforschen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse und auf der Basis strengster Qualitätskontrollen produziert die PADMA AG hochwertige Heilmittel und Kräutertees, die auf der tibetischen Medizinlehre basieren.

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Tibetische Medizin in der modernen Wissenschaft

Die moderne Wissenschaft untersucht tibetische Kräutermischungen

Wissenschafter aus mehreren Ländern und unterschiedlicher Disziplinen - zum Beispiel Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Pharmakologen Biochemiker und Biophysiker - versuchen seit einigen Jahren mit ihren jeweiligen Methoden, die Wirkungsweise tibetischer Kräutermischungen zu entschlüsseln und deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Herbert Klima zum Beispiel, Assistenzprofessor für Biophysik am Atominstitut der österreichischen Universitäten in Wien, hat herausgefunden, dass isolierte Fresszellen aus menschlichem Blut ihre Ausstrahlung von Lichtteilen verändern, wenn sie mit der tibetischen Kräutermischung PADMA 28 in Berührung gebracht werden. "Das ist der Beweis dafür", folgert Klima, "dass zwischen der Welt dieser Pflanzen und der Welt des Immunsystems ein Zusammenhang besteht." Diese Erkenntnis, meint er, "beruht nicht auf Spekulationen, sondern auf modernsten Untersuchungsmethoden. Was das für die Therapie bedeutet, müssen jetzt allerdings die Ärzte herausfinden."

Die Mediziner vermuten, dass Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Tannine, die im sogenannten sekundären Stoffwechsel der Pflanzen gebildet werden, unter anderem eine gewisse vorbeugende und therapeutische Wirkung auf das Immunsystem haben können. Dafür sprechen zumindest zahlreiche Ergebnisse von Laborversuchen. Auf einem wissenschaftlichen Kongress in Roskilde (Dänemark) zum Thema "Chronische Krankheitsprozesse: Pathogenese und Behandlung" berichteten 1997 internationale Experten nicht nur von einer günstigen Beeinflussung der körpereigenen Abwehr durch tibetische Vielstoffgemische, sondern auch von einer antioxidativen, entzündungshemmenden, durchblutungsfördernden und cholesterinsenkenden Wirkung. So hat zum Beispiel PADMA 28 eine nachweisbar günstige Wirkung bei peripheren Arteriellen Verschlusskrankheiten (pAVK) der Beine (siehe nächstes Kapitel).

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Einige Studienergebnisse zu tibetischen Vielstoffgemischen

PADMA 28 bei pAVK

Bei der peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) kommt es infolge arteriosklerotischer Verengungen der Blutgefässe bei Belastung - abhängig vom Schweregrad der Erkrankung - in den betroffenen Regionen zu einem mehr oder weniger starken Blutdruckabfall. Folge ist eine Unterversorgung der Gliedmassen mit Sauerstoff. Es treten Schmerzen auf und die von der Minderdurchblutung Betroffenen beginnen nach einer bestimmten Gehstrecke an zu hinken: Weil beim Gehen Schmerzen auftreten, bleiben die Patienten immer wieder stehen und geben zum Beispiel vor, ein Schaufenster zu betrachten. Die schmerzfreie und die maximale Gehstrecke gelten bei pAVK-bedingten Gehstörungen als Massstab für den Krankheitsverlauf und den Behandlungserfolg.

In den vergangenen Jahren gelang bei einer Reihe von internationalen Doppelblinstudien der Nachweis, dass die Einnahme von PADMA 28 bei pAVK der Beine dazu beitragen kann, sowohl die schmerzfreie als auch die maximale Gehstrecke gegenüber einer Placebo-Behandlung zu verbessern. Patienten, die PADMA 28 genommen haben (zwei mal täglich 2 Kapseln 340 Milligramm), berichten etwa die dänischen Mediziner Dr. Jesper Mehlsen und Dr. Kai Winther von der Universität Kopenhagen, "konnten bei unseren Studien doppelt so weit schmerzfrei gehen wie Mitglieder der Kontrollgruppe, die ein Placebo bekamen." Das Forscherteam hatte 36 Patienten über vier Monate beobachtet. Dabei war auch aufgefallen, dass PADMA 28 offenbar eine günstige Wirkung auf das Abheilen von bei pAVK-Patienten besonders häufig auftretenden Unterschenkelgeschwüren hatte. Dieses Phänomen soll jetzt in weiteren Doppelblindstudien genauer untersucht werden.

Die Ergebnisse einer 1998 veröffentlichten kontrollierten klinischen Studie, die unter der Leitung von Dr. Sarah Sallon, Leiterin der "Natural Medicine Research Unit" der "Hadassah Medical Organisation" in Jerusalem durchgeführt wurde, gingen über die dänischen Untersuchungsergebnisse weit hinaus. Dabei zeigte sich, dass PADMA 28 bei Durchblutungsstörungen der Beine nicht nur das schmerzfreie Gehen erleichtern und das subjektive allgemeine Wohlbefinden deutlich steigern, sondern auch den Blutfluss messbar verbessern kann. "Erstmals konnte mittels objektiver Parameter die Wirksamkeit von PADMA 28 gezeigt werden", sagt Dr. Sallon.

Von den insgesamt 59 Untersuchungsteilnehmern, die an pAVK erkrankt waren, erhielt eine Gruppe über sechs Monate zweimal täglich zwei Kapseln á 403 Milligramm PADMA 28, während der Kontrollgruppe ein Scheinpräparat mit Kartoffelstärke verabreicht wurde. Bei den mit dem Kräuterpräparat behandelten Patienten hat sich die Durchblutungsfähigkeit im Durchschnitt um 52 Prozent verbessert, bei denen der Kontrollgruppe lediglich um 19 Prozent. Die Forscher benutzten dabei die Messmethode des "ischämischen Fensters", mit dem die Durchblutungsfähigkeit der Beinarterien bei Belastung gemessen werden kann. Die mit PADMA 28 versorgten Probanden zeigten ausserdem einen deutlich geringeren Abfall des systolischen Blutdrucks am Knöchel um 12,5 Prozent, während sich gleichzeitig die Blutdruck-Erholungszeit um 0,8 Minuten verringerte - verglichen mit den Werten vor Therapiebeginn. Daraus schliessen die Studienautoren "dass PADMA 28 eine wirkungsvolle Therapie bei Claudicatio intermittens darstellen kann, wenn auch der genaue Wirkmechanismus einer weiteren Klärung bedarf". Bei diesem Vielstoffgemisch aus natürlichen Komponenten, die synergistisch zusammenwirken, ist derzeit nicht im Detail geklärt, welcher Inhaltsstoff oder welche Kombination von Pflanzenstoffen für die günstige Wirkung verantwortlich ist.

58 Prozent der Probanden, die PADMA 28 erhielten, gaben ausserdem an, dass sie unter Einnahme von Padma 28 eine längere Gehstrecke schmerzfrei bewältigen können. Diese Zahlen stimmen mit den objektiv gemessenen Daten über den Blutfluss überein. Gleichzeitig wurde bei den Teilnehmern der Studiengruppe, die PADMA 28 erhielt, auch eine deutliche Verbesserung des subjektiven allgemeinen Wohlbefindens festgestellt. 40 Prozent berichteten von mehr Vitalität, einer besseren Stimmung und erhöhten Konzentrationsfähigkeit, während das nur bei 15 Prozent der Kontrollgruppe der Fall war.

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Beispiele für weitere Unterschungen

Die Wirksamkeit tibetischer Kräutermischungen wurde auch bei einer Reihe anderer Indikationen mit positiven Ergebnissen klinisch getestet. Dabei zeigte sich etwa im Fall von PADMA 28 auch eine blutfettsenkende Wirkung.

Hinweise darauf, dass PADMA 28 die Häufigkeit von Atemwegsinfektionen bei Kindern günstig beeinflussen kann, liefert eine Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Posen (Polen).
Wie Studienleiter Prof. Dr. Adam Jankowski feststellen konnte, reduziert sich bei rund der Hälfte der mehr als 250 untersuchten Kinder, die unter häufig wiederkehrenden Atemwegsinfektionen litten, nach der Einnahme von PADMA 28 die Häufigkeit der Infektionen signifikant.

Vielversprechende Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit der Kräuter- und Mineralienmischung PADMA LAX beim Reizdarm-Syndrom brachte eine Studie, die unter der Leitung von Moshe Ligumsky, Professor für Gastroenterologie an der Hebrew University in Jerusalem, durchgeführt wurde. Dieses Beschwerdenbündel, von dem in den Industrienationen 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung betroffen sind, gilt als medizinisch schwer behandelbar. Prof. Ligumsky: "Unsere Studien zeigen, dass PADMA LAX eine sichere und wirkungsvolle Behandlung des Reizdarm-Syndroms bietet. Zu Behandlungsbeginn hatten 48 Prozent der Untersuchungsteilnehmer täglich starke Bauchschmerzen, nach der Behandlung nur noch 28 Prozent."

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Die praktische Bedeutung von Vielstoff-Gemischen

Multifaktorielle chronische Krankheiten

Den aktuellen Forschungsergebnissen über Vielstoff-Gemische kommt schon deshalb grosse Bedeutung zu, weil zunehmend immer mehr Menschen an sogenannten multifaktoriellen chronischen Krankheiten leiden. Solche Leiden können vielfältigen Ursachen wie falsche Ernährung, einen krankmachendem Lebensstil, verschiedene Umwelteinflüsse und genetische Faktoren haben. Sie können aber auch vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Arteriosklerose etwa ist mitverantwortlich für periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), Herzinfarkt und Schlaganfall und damit in den Industrieländern die Todesursache Nummer Eins.

Das Zusammenspiel krankmachender und belastender Faktoren führt zu Fehlreaktionen des Immunsystems, die ihrerseits ein Ausgangspunkt für chronische Erkrankungen sind. Zwar lassen sich heute aufgrund der ständig fortschreitenden medizinischen Forschung die Mechanismen hinter vielen Erkrankungen besser verstehen. Die Prävention und Therapie vieler chronischer Beschwerden wird jedoch aufgrund der vielfältigen Ursachen und Komplexität solcher Leiden erschwert.

Multifaktorielle Behandlungen

Weil chronische Erkrankungen mehrere höchst unterschiedliche Ursachen haben können, sind heute zahlreiche Wissenschaftler überzeugt, müssen sie auch "multifaktoriell" behandelt werden. Sie stellen damit die in der modernen Schulmedizin verbreitete Ansicht in Frage, dass solche Krankheiten nur mit standardisierten Einzelsubstanzen erfolgreich bekämpft werden können, weil solche Monosubstanzen der Vielschichtigkeit vieler chronischer Leiden nicht gerecht würden. Der Vorstand der Tumorbiologischen Abteilung des Universitätsspitals Jerusalem, Prof. Israel Vlodavsky, zeigt dies 1997 auf einem Kongress in Dänemark am Beispiel der Arteriosklerose auf: Bei ihrer Behandlung gehe es einerseits darum, den inneren Schutzfilm der Gefässe zu stärken, andererseits soll die Verengung der Gefässe insgesamt gestoppt werden. "Eine einzelne Substanz, die das kann, ist nicht bekannt", sagt Prof. Vlodavsky.

Prof. Manuel Bicho, Vorstand des genetischen Labors der medizinischen Fakultät in Lissabon, räumte auf diesem Kongress ein, dass "natürliche pflanzliche Arzneigemische mit unterschiedlichen chemischen Strukturen und biochemischen und physiologischen Wirkungen wie PADMA 28 einen neuen Zugang in der Prävention dieser komplexen Krankheit aufzeigen."

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